Jedes Jahr ab Oktober wird unser Telefon ruhiger für Fassadenanfragen — und dafür voller mit Innenrenovierungs-Projekten. Das hat einen einfachen Grund: Oberschwaben hat einen klimatisch eingeschränkten Fassaden-Zeitraum. Unter 5 °C oder bei Regen können wir nicht mineralisch streichen, kein Gerüst aufbauen, keinen WDVS verputzen. Was wir aber tun können, ist komplette Innenrenovierungen machen — und das nutzen wir intensiv in den sechs Monaten von Oktober bis März.
Hier erklären wir, was eine moderne Komplett-Innenrenovierung wirklich umfasst, welche Trends 2026 dominieren und warum es wirtschaftlich oft besser ist, alles auf einmal zu machen statt häppchenweise.
Warum gerade Oktober bis März die ideale Zeit ist
Innenrenovierungen klappen das ganze Jahr — aber im Winter haben sie besondere Vorteile:
- Wir sind verfügbar. Im Sommer sind alle Maler-Teams ausgelastet auf Fassaden- und Außenprojekten. Im Winter ist die Auftragsdichte niedriger — wir können uns deutlich mehr Zeit für ein einzelnes Projekt nehmen. Bessere Qualität, schnellere Abwicklung.
- Sie wohnen sowieso drinnen. Im Sommer leben Sie auf der Terrasse, im Garten — die Wohnung ist sowieso „zweitrangig". Im Winter umgekehrt: Sie sitzen stundenlang in den Räumen, die Sie eigentlich frisch machen wollten. Bessere Renovierungsmotivation.
- Trocknung ist kein Problem. Moderne Heizung + Lüftung beschleunigen das Aushärten von Putz, Spachtel und Wandfarbe sogar — im Vergleich zum feuchten Sommer.
- Lieferzeiten kürzer. Im Sommer warten Sie 4–6 Wochen auf einen Designboden. Im Winter ist die Logistik der Hersteller (Wineo, Parador, Project Floors) entspannter — meist Lieferung binnen 7–14 Tagen.
- Steuerliche Sicht. Wenn Sie die Renovierung steuerlich absetzen wollen (Werbungskosten bei Vermietung, Handwerkerleistung bei Eigennutzung), passen Winter- Termine besser ins Steuerjahr.
Was eine moderne Komplett-Innenrenovierung umfasst
Unsere Komplettpakete sind in den letzten Jahren immer wieder ähnlich strukturiert. Eine komplette Innenrenovierung im Winter besteht typischerweise aus diesen Gewerken — und alle führen wir aus einer Hand aus:
1. Bodenverlegung
Der Boden ist meistens der erste Schritt nach Demontage. Vinyl-Designboden (Wineo 600 Stone, Project Floors floors@home), Mehrschichtparkett (Haro, Parador), Laminat (Egger Pro Laminate Aqua+) oder Korkboden für komfortable Wohnräume (Egger Pro Comfort).
Wir wählen aus über 30 Programmen führender Hersteller — entscheidend ist die Nutzung: Familienhaushalt mit Hunden braucht Klasse 33 Vinyl, formelles Esszimmer eher Eichen- Parkett geräuchert, Schlafzimmer Wollteppich.
2. Wandgestaltung
Hier passiert deutlich mehr als „Wände streichen". Wir kombinieren je nach Wohnstil-Konzept:
- Glättetechnik — Wände perfekt eben spachteln, fast wie eine Möbelfläche
- Strukturputz — leicht plastische Oberflächen mit Stein- oder Modellier-Charakter
- Akzentwände — eine Wand in dramatischer Farbe oder Tapete als Blickfang
- Silikat- oder Silikonharzfarbe für wohngesunde, langlebige Anstriche
- Wischtechniken mit Lasur, Wachs oder Patina für Premium-Räume
3. Edle Betonoptik — der Trend, der bleibt
Eines unserer beliebtesten Premium-Angebote ist die Betonoptik in Wohnräumen. Wir arbeiten hier nicht mit dünnem Spachtel-Imitat aus dem Baumarkt, sondern mit professionellen Materialien wie:
- Caparol Calcino Romantico — mineralischer Spachtel auf Marmormehl- Basis aus dem Capadecor-Programm, ideal für authentische Beton- und Stein-Optik
- Capadecor StuccoDecor DI Velluto — Mehrschicht-Spachteltechnik für sehr tiefen, samtigen Betoneffekt
- Mortex / Microcement — fugenlose Beton-Optik für Bäder und Küchen, wasserabweisend (belgisches Original der Firma Beal)
Eine fugenlose Betonwand in Bad oder Küche wirkt drei- bis viermal so wertig wie eine klassische Fliese — und die Pflege ist sogar einfacher (weniger Fugen-Hygiene). In Wohnräumen wirkt eine Beton-Akzentwand modern und ruhig, lässt sich mit jeder Möbel-Stil- Richtung kombinieren.
Der Aufwand variiert deutlich nach Wandgröße, Anzahl der Schichten und gewünschter Optik (matt, samtig, polierglatt). Wir kalkulieren das pro Quadratmeter im Festpreis-Angebot — nach dem Vor-Ort-Termin.
4. Trockenbau und Türen
Bei Komplettrenovierungen verschieben sich oft Raumaufteilungen. Wir bauen:
- Vorsatzschalen für besseren Schall- oder Wärmeschutz an Außenwänden
- Trennwände aus Knauf-Systemen für neue Raumteilungen
- Abgehängte Decken für indirekte Beleuchtung, Kabelführung, Akustikoptimierung
- Wand-Nischen für TV, Kunst oder Bücherregale
Türen tauschen wir in Komplettpakete oft komplett aus — gerade bei Häusern aus den 70er- und 80er-Jahren sind die alten Türen meist optisch und energetisch überholt. Wir empfehlen je nach Stil:
- Wohntüren CPL-beschichtet (z. B. Jeld-Wen Optima mit DuriTop-Oberfläche) oder echtholzfurniert
- Glasdurchblicke für moderne, lichtdurchflutete Wohnungen
- Schiebetüren als Raumtrenner zwischen Wohn- und Esszimmer
5. Sanierungs-Begleitarbeiten
Bei einer Komplettrenovierung kommen noch verschiedene Detail-Arbeiten dazu, die sonst gerne vergessen werden:
- Sockelleisten neu setzen — gerne in Boden- oder Wandfarbe
- Steckdosen- und Schalter-Programme abstimmen (Gira, Jung)
- Heizkörper-Anschlüsse fein spachteln oder verkleiden
- Fenstersimsen erneuern oder lackieren
- Übergänge zwischen Boden, Wand und Decke perfekt verbinden
Warum alles aus einer Hand entscheidet
Der Hauptgrund, warum unsere Kunden uns für Komplettrenovierungen wählen, ist nicht „weil wir am günstigsten sind" — sondern weil bei Komplettpaketen aus einer Hand die versteckten Folgekosten und der Koordinations-Stress entfallen.
Was Sie konkret gewinnen:
- Ein Ansprechpartner für alles — keine Schuldzuweisungen zwischen Maler, Bodenleger, Trockenbauer wenn was schiefgeht
- Termin-Koordination aus einer Hand — niemand wartet auf den anderen, keine Lücken im Plan
- Abstimmung der Übergänge — Sockelleiste passt zu Boden zu Wandfarbe zu Türzarge
- Ein Festpreis für alles — keine versteckten Nachträge bei Übergängen zwischen Gewerken
- Eine Gewährleistung — wenn nach 2 Jahren irgendwo etwas nicht passt, sind wir verantwortlich, nicht 5 verschiedene Anbieter
Beispielprojekte aus den Wintern 2024/25 und 2025/26
Wohnung Biberach 4 Zimmer (Winter 2024/25)
85 m², komplette Sanierung. Wineo 600 Stone Vinyl in Eichenoptik, Akzentwand Wohnzimmer in Caparol Calcino Romantico (graue Betonoptik), Spachteltechnik im Schlafzimmer, neue CPL-Wohntüren, abgehängte Decke im Flur mit LED-Streifen. Bauzeit 4 Wochen, von Mitte Januar bis Mitte Februar — Festpreis nach Vor-Ort-Termin.
Reihenhaus Laupheim (Winter 2025/26)
120 m², Etage komplett. Designboden Project Floors floors@home in der Wohnetage, Teppich oben, Wandverkleidung in Strukturputz, Bad fugenlos in Microcement (Beton-Optik), Schiebetür zwischen Küche und Esszimmer. Bauzeit 6 Wochen, November bis Dezember.
Doppelhaushälfte Riedlingen (Winter 2025/26)
70 m² Wohnetage. Eichenparkett geräuchert (Haro), Wände in Caparol PremiumColor, Bad-Sanierung mit Microcement, Esszimmer-Akzentwand mit Strukturputz. Bauzeit 3 Wochen, Februar.
Was Sie tun sollten, wenn Sie das im Winter 2026/27 planen
- August / September: Vor-Ort-Termin bei uns vereinbaren. Wir messen auf, beraten zu Stil und Materialien, schreiben das Festpreis-Angebot.
- Oktober: Auftrag bestätigen, Materialauswahl finalisieren (Boden, Wandfarben, Türen). Materialien werden bestellt.
- November bis März: Arbeiten werden ausgeführt. Bauzeit typisch 3–6 Wochen pro Wohnung.
- Bis Mai: Garantieprotokoll + Übergabe. Sie genießen die frisch renovierte Wohnung den ganzen Sommer.




